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Rudolf-Hengstenberg-Gesellschaft e.V.

Im März 1996 gründete sich in Bremen die Rudolf-Hengstenberg-Gesellschaft e.V.
„Zweck des Vereins ist es, das künstlerische Werk von Rudolf Hengstenberg zu pflegen und zu erhalten und dazu beizutragen, daß es in Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht wird“, heißt es in § 1 der Satzung. Darüber hinaus soll ein Archiv über das Werk Rudolf Hengstenbergs aufgebaut werden. Der Verein dient ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zwecken.

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Rudolf Hengstenberg

1894
Rudolf Paul Hengstenberg wird am 16. August in Untermais bei Meran in Südtirol geboren. Sein Vater, der Ingenieur Rudolf Hengstenberg, besitzt das Meraner Gaswerk. Die Mutter, Mathilde Hengstenberg, geborene Weißenborn, ist Tochter eines Gothaer Bauunternehmers.

1899
zieht die Familie nach Berlin, in eine Villa in Wannseenähe. Besuch der Oberrealschule in Zehlendorf, Abschluss an der Oberrealschule in Potsdam.

1914
Eintritt als Kriegsfreiwilliger ins „Garde du Corps“ in Potsdam. Einsätze in Frankreich, an der Ost- und Südfront. Mehrfache schwere Verwundungen.

1919
Beginn eines Architekturstudiums an der Technischen Hochschule in Berlin.

1920
Wechsel an die Hochschule Stuttgart zu Paul Bonatz, Beginn eines Studiums an der dortigen Kunstakademie bei Christian Landenberger, dann bei Heinrich Altherr.

1924
Hengstenberg verlässt als Meisterschüler Altherrs die Stuttgarter Akademie und siedelt sich als freier Künstler in Potsdam an. Regelmäßige Beteiligung an den Frühjahrs- und Herbstausstellungen der Preußischen Akademie der Künste. Förderung durch den Maler Ludwig Dettmann.

1931
Unter dem Eindruck der Auseinandersetzungen der politischen Extreme am Ende der Weimarer Republik Eintritt in die NSDAP.

1935
Das Großgemälde „Bauhütte“ entsteht im Auftrag des Reichsarbeitsministers für das Ministeriumsgebäude in Berlin.

1937
Das Gemälde „Bauhütte“ erhält auf der Pariser Weltausstellung einen ersten Preis. Das für Paris in Auftrag gegebenes Bild „1. Mai-Feier im Berliner Lustgarten“ wird als zu expressionistisch abgelehnt. Als Folge bleiben weitere öffentliche Aufträge aus.

1938
Auszeichnung mit dem deutsch-amerikanischen Harry-Kreismann-Preis.

1939
Als Kriegsmaler Einsatz an der West- und Ostfront.

1942
Heirat mit der aus Wismar stammenden Photographin Lilli Hahn.

1943
Auf Betreiben des Bildhauers Ernst Gorsemann Übernahme der Leitung der Bremer Kunsthochschule (damals Nordische Kunsthochschule). Übersiedlung nach Bremen.

1945
Nach erneutem Kriegseinsatz schwere Verwundung und amerikanische Kriegsgefangenschaft. Im September Rückkehr zu seiner Frau nach Bremen.

1946
Ablehnung einer durch Karl Hofer und Heinrich Ehmsen angetragenen Berufung an die Berliner Kunsthochschule. Übersiedlung nach Bremen-St. Magnus. Dort später Bau eines Hauses mit Atelier (Am Kapellenberg).

1948
Nach der sog. Entnazifizierung Aufhebung des Ausstellungs- und Unterrichtsverbots.

ab 1950
Öffentliche Aufträge für Wandmalereien in Schulen und Krankenhäusern in Bremen-Nord sowie für ein großes Wandgemälde im Funkhaus von Radio Bremen.

1965
Einstellung der künstlerischen Tätigkeiten und Rückzug aus der Öffentlichkeit.

1974
Rudolf Hengstenberg stirbt am 5. Januar in Bremen.

Wir über uns

Rudolf-Hengstenberg-Gesellschaft e. V.

Der Maler und Graphiker Rudolf Hengstenberg (1894-1974) hat seit 1924 in Potsdam und seit 1943 in Bremen gelebt und ein umfangreiches Kunsterbe hinterlassen. In Bremen schuf er Kunstwerke im öffentlichen Raum und Arbeiten in öffentlichem Auftrag. Bis 1940 war er in Berlin und Potsdam auf vielen Ausstellungen, u.a. den Jahresausstellungen der Preußischen Akademie der Künste seit 1924 immer vertreten. Sein freies malerisches Schaffen, in einem sehr persönlichen, expressiven Realismus, ist wenig bekannt. In den 1920er und 30er Jahren näherte sich der Maler der Neuen Sachlichkeit, spätere Werke zeigen einen freien Spätexpressionismus.

Nach der Wiederentdeckung des Malers Rudolf Hengstenberg durch eine große Gedächtnisausstellung Ende 1994 in der Brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam war durch vielfältiges Kaufinteresse der Zusammenhalt des Nachlasses und sein Verbleib als Kulturgut in Bremen stark gefährdet. Durch eine gesicherte Unterbringung, wissenschaftliche Auswertung und öffentliche Vermittlung durch Ausstellungen und Publikationen will die Rudolf-Hengstenberg-Gesellschaft dieses Kulturgut erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Dazu bittet sie alle Interessierten um Mithilfe. Werden Sie Mitglied in der Rudolf-Hengstenberg-Gesellschaft! Der Jahresmitgliedsbeitrag beträgt EUR 30,-.

Der Vorstand:
Ehrenvorsitzende: Lilli Hengstenberg (†)
1. Vorsitzender: Dr. Jörn Barfod
2. Vorsitzender: Dr. Hagen Schmidtmann
Geschäftsführer: Carsten Jäger
Schatzmeister: Andreas Stehnken

Kontakt

E-Mail Adresse:
info@rudolf-hengstenberg-gesellschaft.de

Postfach / Impressum
Rudolf-Hengstenberg-Gesellschaft e.V.
Am Mühlenbruch 26
28717 Bremen

Geschäftsführer: Carsten Jäger
E-Mail Adresse: carjaeger@yahoo.de

Kontoverbindung
Rudolf-Hengstenberg-Gesellschaft e.V.
IBAN: DE36 2905 0101 0001 65
BIC: SBREDE22XXX